MS Kematen goes "Weltklimaspiel"

von Florian Wanner
28. Februar 2026
Titelbild

Vor den Semesterferien durften knapp 30 Schüler:innen der 4. Klasse eine besondere Lernerfahrung im Rahmen des Weltklimaspiels erleben. An drei Tagen wurde in den fiktiven Rollen von Unternehmen (Stone Corporation, Cropland Corp., …), Staaten (Elatrien, Zentari, …) und der unabhängigen internationalen Organisation (UiO) sowie der Zivilgesellschaft, die politischen, ökonomischen und vor allem ökologischen Prozesse des 21. Jahrhunderts simuliert. 

Die Idee dahinter ist es Kindern und Jugendlichen die komplexen Abläufe unserer digitalen, globalisierten Welt verständlicher zu machen und das scheinbar oft übermächtige Problem des Klimawandels greifbarer zu machen. 

Am ersten Tag schlüpften die Kinder in die verschiedenen Rollen und wurden in die Regeln und die Dimensionen des Spiels eingeführt. Die drei Dimensionen bestehen aus einer physischen (dem Spielbrett), einer kognitiven (Planspiel) und einer digitalen (Spieleapp und Datenbank). Am Ende des ersten Tages rauchten nicht nur die Köpfe, sondern auch einige Länder, da es nicht immer gelang die regelmäßig stattfindenden Klimakatastrophen wie Waldbrände und Borkenkäferplage in den Griff zu bekommen. 

Am zweiten Tag entwickelte sich jedoch eine positive Zusammenarbeit und trotz immer heftigerer Klimaschäden, konnten die globalen Krisen am Spieleplanet Orasis immer öfters gelöst werden. Gegen Ende des Tages wurde zwar der globale Treibhaus-Kipppunkt noch nicht erreicht, aber wohl der soziale Kipppunkt. 

Am abschließenden Tag wurden in zwei letzten Spielerunden nochmal ersichtlich, dass mit Voranschreiten des 21. Jahrhunderts auch die Klimakrisen immer heftiger und häufiger ausfallen. Im abschließenden Reflexionsgespräch wurde jedoch festgehalten, dass die Kinder knapp am Meilenstein Netto-Null dran waren und dass gemeinsam der Klimawandel nicht nur aufgehalten werden kann, sondern auch wieder rückgängig gemacht werden kann, was Hoffnung macht für die Klimathematik unseres echten Planeten. 

Statistik

Wie die abschließende Umfrage gezeigt hat, hatten fast alle Kinder nicht nur Spaß am Spielen, sondern haben auch neue Erkenntnisse gelernt: 

  • „Das Weltklimaspiel hat mir aufgezeigt, dass man die Umwelt schätzen muss“ 

  • „Das Weltklimaspiel hat mir aufgezeigt, dass jeder etwas am Klima und dem Co2 Ausstoß beiträgt, doch man diese Probleme mit harter Arbeit und mit Hilfe wieder lösen kann“ 

  • „Das Weltklimaspiel hat mir aufgezeigt, dass es viel braucht das das Klima in Ordnung ist“ 

  • „es sehr schnell gehen kann, dass man Artenvielfalt verliert“ 

  • „Man viel bewirken kann wenn man zusammen hilft“ 

  • „Dass Leute von Freunde zu Feinde werden wenn Macht und Geld im Spiel ist“ 

  • „Das Weltklimaspiel hat mir aufgezeigt, dass man was unternehmen kann“ 

 

PS: Das Weltklimaspiel wurde im Jahr 2021 von „der gemeinnützigen Weitblick GmbH gemeinsam mit Experten: innen aus Pädagogik, Psychologie und Klimawissenschaft entwickelt und basiert auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten (SDGs) sowie auf den IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) Klimaberichten“ (https://www.weltklimaspiel.org/de/spielbeschreibung/idee). 

Mehr Informationen findet ihr auf: https://www.weltklimaspiel.org/de/fuer-interessierte/das-spiel-in-aktion 

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